Verwaltungsgemeinschaft

Aktuelle Meldungen

Einweihung des neugestalteten Floriansplatzes am 31. Juli 2019

Bürgermeister Franz Uome (am Rednerpult) bei der feierlichen Einweihung des neu gestalteten Floriansplatzes, mit im Bild Pater Adrian Manderla (1. von links) und Pfarrerin Susanne Sahlmann (2. von links).

Unser Bild zeigt die Geistlichen Susanne Sahlmann und Adrian Manderla (am Rednerpult) bei der kirchlichen Weihe sowie (links) einige Anwohner und (von rechts) Gemeinderat Oswald Purucker, Roland Tiroch vom Bauamt, die Gemeinderäte Daniel Schramm, Markus Suttner, Michael Schramm, Bürgermeister Franz Uome, Gemeinderat Klaus Witzgall, Projektleiter Klaus Bodenschlägel vom Landratsamt, Landrat Klaus Peter Söllner und Architekt Thomas Wirth.

Rede des Ersten Bürgermeisters Franz Uome

Meine sehr geehrten Damen und Herren, verehrte Gäste,

herzlich willkommen zur offiziellen Einweihung unseres Floriansplatzes.

Ich grüße ganz herzlich:

  • unseren Landrat Klaus Peter Söllner

  • Herrn Klaus Bodenschlägel, Projektleiter am Landratsamt Kulmbach

  • Frau Pfarrerin Susanne Sahlmann

  • Herrn Pfarrer Pater Adrian

  • Herrn Thomas Wirth vom Architekturbüro Wirth + Birkenbeul, Kulmbach

  • Herrn Marc Neundörfer von Die Gärtner Ramming +Tröster, Neuenmarkt

  • Ralf Nixdorf vom gleichnamigen Elektrounternehmen

  • unsere Marktgemeinderäte

  • alle Anwohner und Anlieger

  • und Pressevertreter Klaus-Peter Wulf

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich freue mich außerordentlich, heute mit Ihnen zusammen unseren neugeschaffenen Floriansplatz einweihen zu dürfen.

Ich möchte an dieser Stelle, die für uns zuständige Mitarbeiterin der Regierung von Oberfranken, Frau Ingrid Schreiner, entschuldigen und gleichzeitig den Wortlaut ihres Schreibens vorlesen:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

vielen Dank für die Einladung zur Einweihung des Floriansplatzes. Die Beseitigung der beiden Leerstände Marktstraße 12 und 14 mit Umgestaltung in eine öffentliche Freifläche ist ein weiterer Schritt zur Aufwertung des Ortskerns, den die Bürgerinnen und Bürger sicher zu schätzen wissen.

Als Bürgermeister war es mir von Anfang an ein ganz besonderes Anliegen, Möglichkeiten auszuloten, wie man die Leerstände, z.B. in der Marktstraße beseitigen könnte.

Durch das bayerische Förderprogramm "Förderoffensive Nordostbayern", welches solche Revitalisierungen mit einem Zuschuss bis zu 90% fördert, war es nun endlich möglich, solche Projekte anzugehen und umzusetzen.

Voraussetzung war natürlich, dass die Leerstände in gemeindlichem Besitz sind.

Zu diesem Zweck mussten die Anwesen Marktstraße 12 (ehemaliges Gasthaus/Pizzeria "Goldener Stern") und Marktstraße 14 (ehemaliges Geschäftshaus für Haushaltswaren, Arthur Hofmann) erworben werden.

So meldeten wir im Februar 2017 dieses Projekt im Rahmen der "Förderoffensive Nordostbayern" bei der Regierung von Oberfranken an.

Parallel dazu haben wir einen kleinen Architektenwettbewerb ausgeschrieben und uns dann im Juni 2017 im Marktgemeinderat für die Variante des Architekturbüros Wirth + Birkenbeul aus Kulmbach entschieden.

Im Juli kam auch schon die generelle Bewilligung der Baumaßnahme durch die Regierung von Oberfranken.

Nach dem Erwerb und der notariellen Beurkundung beider Anwesen konnte dann im Oktober mit dem Abriss durch das Abbruchunternehmen Carmen Fickenscher begonnen werden.

Es war notwendig, eine Baugrunduntersuchung mit einem Bodengutachten erstellen zu lassen, welches dann in den Monaten November/Dezember erfolgte.

Nach vielen Gesprächen mit dem Architekturbüro und der Regierung von Oberfranken erfolgte dann die Ausschreibung zur Durchführung der Maßnahme.

Den Auftrag zur Ausführung der Bauarbeiten erhielt die Firma Günther-Bau aus Stadtsteinach, die Gärtnerarbeiten wurden der Firma Ramming + Tröster aus Neuenmarkt erteilt und den Auftrag für die Elektroarbeiten nahm die Firma Nixdorf aus Marktleugast entgegen.

Im Rahmen der Baumaßnahme wurden die Wasser- und Abwasserleitungen erneuert sowie die Straße komplett neu asphaltiert. Die Kosten hierfür beliefen sich allein auf ca. 116.000,- Euro.

Die Grunderwerb- und Abrisskosten schlugen mit ca. 86.000,- Euro zu Buche und die Kosten für die gesamte Freiflächengestaltung betragen ca. 267.000,- Euro.

Meine Damen und Herren,

durch die Neugestaltung des Floriansplatzes wird das Ortsbild erheblich aufgewertet. Zudem wurde der Fußweg zur St. Bartholomäuskirche erschlossen und zusätzlich zehn weitere Parkplätze geschaffen.

Mein besonderer Dank gilt allen Anliegern, die wirklich viel Geduld und Unannehmlichkeiten während der langen Bauphase zu erdulden hatten.

Auch danke ich der Familie Johannes Taig, die uns die Fläche zum Aufstellen des Verkehrsspiegels zur Verfügung gestellt hat.

Weiterhin gilt mein Dank allen am Bauprojekt beteiligten Firmen:

  • dem Architekturbüro Wirth + Birkenbeul aus Kulmbach,

  • dem Abbruchunternehmen Carmen Fickenscher aus Germersreuth,

  • dem Unternehmen Die Gärtner - Ramming + Tröster aus Neuenmarkt,

  • Elektro Nixdorf aus Marktleugast

  • und Günther-Bau, Stadtsteinach.

Einen herzlichen Dank natürlich auch allen Behörden:

  • Frau Ingrid Schreiner von der Regierung von Oberfranken,

  • der Bayerischen Staatsregierung, die das Förderprogramm aufgelegt hat

    (Landrat Klaus Peter Söllner, MdL Martin Schöffel)

  • und Herrn Projektleiter Klaus Bodenschlägel vom Landratsamt für die Beratung und gute Begleitung des Bauvorhabens.

Meine Damen und Herren,

zusammen mit dem Marktgemeinderat und der Verwaltung freue ich mich, heute diesen wunderbaren Platz seiner Bestimmung zu übergeben.

Feierliche Einweihung des Floriansplatzes

Nach der Rede des Ersten Bürgermeisters freute sich Landrat Klaus Peter Söllner, dass Marktleugast mutig war und den Schritt gewagt hat, die maroden Häuser abzureißen und daraus einen schönen Platz für die Bürgerinnen und Bürger geschaffen hat. Er blickte auf einen Meilenstein für die Aufwertung des Ortskerns und lobte die Arbeit des Bürgermeisters und seiner Gemeinderäte, dass sie die Chance ergriffen haben, das Ortsbild mit Hilfe des Förderprogramms zu verbessern. Er schaute auf eine beispielhafte Maßnahme in den Projekten der Nordostbayerninitiative und war sich sicher, dass am Floriansplatz noch viele ihre Freude haben werden.

Architekt Thomas Wirth vom Architekturbüro Wirth + Birkenbeul aus Kulmbach zeigte sich froh, dass sich der Gemeinderat für seinen Entwurf entschieden hat und freute sich, dass die Baustelle zwar mit einigen Verzögerungen, aber dennoch unfallfrei über die Bühne gegangen ist. Er wies darauf hin, dass die Begrünung noch nicht die endgültige Variante ist. Ende des Jahres werden über 300 Rosensträucher gepflanzt, die sich dann 2020 in voller Pracht auf dem neuen Floriansplatz entfalten können.

Pater Adrian Manderla und Pfarrerin Susanne Sahlmann nahmen dann die offizielle Weihe des neuen Floriansplatzes vor und spendeten den kirchlichen Segen. Dabei zitierte Pfarrerin Sahlmann aus der Offenbarung 21: "Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederkommen aus dem Himmel von Gott, die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Leuchten war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall; sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und auf den Toren zwölf Engel und Namen darauf geschrieben, nämlich die Namen der zwölf Stämme der Israeliten: von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Süden drei Tore, von Westen drei Tore. Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes...Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm...Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Völker in sie bringen.". Pfarrerin Sahlmann brachte den Bibelvers bildlich mit dem neuen Floriansplatz in Verbindung: "Wir hören im Buch der Offenbarung, was der Seher Johannes in Worte gefasst hat. Er sieht, was andere noch nicht sehen können, die prächtige Stadt Jerusalem am Ende der Zeit. Eigentlich ein verrückter Text für diese Einweihung heute - aber doch, es ist hier auch so: Um etwas zu schaffen wie den Floriansplatz hier in Marktleugast, da braucht es Menschen, die sehen, was andere noch nicht sehen! Manche haben hier nur zwei alte Häuser gesehen, zu enge Wege. Aber manche konnten schon vor dem inneren Augen sehen: Hier kann etwas daraus werden, hier können wir etwas Schönes machen!"

Sie meinte, es brauche immer "Seher" auf dieser Welt, Menschen, die schon im Voraus wissen, dass ein Projekt gut wird, die mutig voran gehen, etwas bewegen, denn nur dann kann Veränderung und Verbesserung eintreten. So wie jetzt durch den Abriss der maroden Häuser ein schöner Ort der Begegnung, zum Entspannen und innehalten am Floriansplatz entstanden ist. Bürgermeister und Gemeinderäte haben hier die Sache angepackt; es habe Mühe gekostet, Planung, Absprachen und natürlich auch Geld. Aber jetzt können alle sehen, dass es ein wirklich schöner Platz geworden ist. Sie rief auf, sich zu erinnern, dass es ein Geschenk, eine Gabe Gottes ist, wenn Menschen Mut und Kraft für so ein Projekt haben und einsetzen können und dass wir Menschen Verantwortung übernehmen müssen zur Gestaltung unserer Welt.

Mit dem Segen der Kirche für diesen Platz und alle, die sich dort aufhalten und der Weihe wurde der Floriansplatz dann schließlich seiner Bestimmung übergeben.