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Aus der Marktgemeinderatssitzung vom 25. Mai 2020

Rekordhaushalt mit 10,8 Millionen Euro

Der Marktgemeinderat Marktleugast hat in seiner Sitzung einen Rekordhaushalt mit einem Gesamtvolumen von über 10,8 Millionen einstimmig verabschiedet, den Kämmerin Mandy Knarr vorstellte. Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 6,8 Millionen und der Vermögensansatz mit einem Haushaltsvolumen von rund 4 Millionen Euro ab. Er ist damit um 1,7 Millionen Euro größer als der des Vorjahres 2019. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögensansatz beträgt rund 749.000 Euro. Zusammen mit der Investitionspauschale in Höhe von rund 135.100 Euro stehen für Investitionsmaßnahmen 727.500 Euro zur Verfügung. Die Hebesätze der Grundsteuer A und B sowie der Gewerbesteuer bleiben mit jeweils 350 vom Hundert (v.H.) unverändert.

Bei den Einnahmen schlägt die Schlüsselzuweisung mit 1,65 Millionen Euro (140.000 Euro mehr als 2019) zu Buche und 1,53 Millionen Euro beträgt der Gemeindeanteil an der Einkommens- und Umsatzsteuerbeteiligung. An Grundsteuer fließen knapp 328.000 Euro und Gewerbesteuer 275.000 Euro. An Benutzungsgebühren und ähnlichen Entgelten fließen 685.000 Euro, an Zuweisungen für laufende Zwecke 581.000 Euro (Schülerbeförderung, Kindergarten und Straßenunterhalt). Miet- und Pachteinnahmen schlagen mit 92.000 Euro zu Buch, die Schulumlage von Grafengehaig und Stammbach mit 41.000 Euro sowie der Schadensersatz der Dreifachsporthalle mit 650.000 Euro. 421.500 Euro fließen an sonstigen Finanzeinnahmen.

Die größten Ausgabegruppen (2,7 Millionen Euro) im Verwaltungshaushalt sind die Kreisumlage mit 1,2 Millionen Euro sowie die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft mit 661.000 Euro. Die Personalkosten fallen mit 805.000 Euro zu Buch, der Verwaltungs- und Betriebsaufwand ist mit 2,6 Millionen Euro veranschlagt. Die Zuweisungen und Zuschüsse für Investitionen fließen im Vermögenshaushalt 2,3 Millionen Euro, 605.400 Euro werden der Rücklage entnommen und die Zuführung aus dem Verwaltungsetat beträgt 749.000 Euro.

Von den Ausgaben des Vermögensetats entfallen 2,23 Millionen Euro auf Tiefbaumaßnahmen wie Sanierung des Kindergartenspielplatzes 348.000 Euro, die Platzgestaltung und dazugehörende Straßensanierung Antoniusweg 490.000 Euro. Der Breitbandausbau im 2. Förderverfahren kostet 650.000 Euro. 691.000 Euro kosten insgesamt das neue Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehr Marktleugast, das Tragkraftspritzenfahrzeug für Mannsflur und Ausrüstung für den Bauhof. 200.000 Euro sind an Planungskosten für die Begegnungsstätte mit Arztstelle und 135.000 Euro an Restkosten für den Feuerwehrstellplatz und die Außenanlagen des Dorfgemeinschaftshauses Steinbach. 156.750 Euro beträgt die Kredittilgung.

"Aufgrund der Haushaltskonsolidierung und dem damit erfolgten Schuldenabbau hat sich die Haushaltslage weiter verbessert. Kostenintensive Investitionen können ohne Kreditaufnahmen getätigt werden, auch weil die Rücklage sich erholt hat. Der Marktgemeinderat hat im Februar beschlossen, an der Haushaltskonsolidierung festzuhalten und diese weiter umzusetzen", sagte Kämmerin Mandy Knarr. Wie sich die finanzielle Situation des Marktes Marktleugast in Folge der Corona-Pandemie entwickelt, bleibt abzuwarten. Auch in diesem Jahr wurde ein Antrag auf Gewährung einer Stabilisierungshilfe für den Markt Marktleugast gestellt und in der vergangenen Woche dem Landratsamt Kulmbach vorgelegt.

Haushaltsrede des Ersten Bürgermeisters Franz Uome

"Meine sehr geehrten Damen und Herren des Marktgemeinderates, sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer,

der uns vorliegende Haushaltsentwurf 2020 setzt, wie in den Vorjahren auch, weiterhin auf Zukunftsinvestitionen und eine solide Finanz- und Haushaltspolitik in allen Bereichen.

Die gute Nachricht ganz am Anfang meiner Ausführungen.

Eine NEUVERSCHULDUNG ist auch in diesem Jahr, wie in den Jahren zuvor, nicht vorgesehen.

Unser Weg der Haushaltskonsolidierung der letzten Jahre hat sich trotz vieler Unkenrufe sehr positiv auf die Entwicklung unserer Marktgemeinde ausgewirkt.

Für unsere Anstrengungen wurden wir mit 2.050.000 Euro Stabilisierungshilfen vom Freistaat Bayern belohnt.

Ich möchte unserem Ministerpräsidenten Markus Söder, Finanzminister Albert Füracker sowie der gesamten Bayerischen Staatsregierung ganz herzlich dafür danken.

Dadurch konnten wir viele wichtige Investitionen und Baumaßnahmen tätigen.

Direkte staatliche Fördergelder gibt es aber nur dann, meine Damen und Herren, wenn der Markt die entsprechenden Eigenanteile an den Projekten auch selbst aufbringen kann. Diese Voraussetzungen konnten wir in den vergangenen Jahren immer erfüllen.

Wichtig dabei ist auch, dass die gewährten Finanzmittel in Maßnahmen des Pflichtaufgabenbereichs einer Kommune fließen und verwendet werden müssen.

Das Jahr 2020 ist bisher von ganz besonderen, nie dagewesenen Herausforderungen geprägt. Wer von uns hätte sich noch vor ein paar Monaten vorstellen können, dass ein kleines Virus so dramatische Auswirkungen auf den Alltag und das Leben eines jeden einzelnen von uns und unser Gemeinwesen haben würde. Wir alle sind bemüht, das Beste aus der gegenwärtigen Situation zu machen und hoffen, dass in den nächsten Wochen wieder ein wenig mehr Normalität einkehren wird.

Von der sogenannten "Corona-Krise" sind alle Bereiche unserer Gesellschaft betroffen. Die massiven Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt wird auch unsere Kommune in den kommenden Jahren noch zu spüren bekommen.

Wir müssen mit Einnahmeeinbrüchen bei den Steuerbeteiligungen, bei der Gewerbesteuer und auch bei unseren kommunalen Einrichtungen wie z.B. der Dreifachsporthalle rechnen.

Dies alles trifft uns zu einem Zeitpunkt, in dem sich der Markt Marktleugast durch die Umsetzung unseres Haushaltskonsolidierungskonzeptes, das seit 2014 umgesetzt wird, bereits gut finanziell aufstellen und gute Erfolge erzielen konnte.

Ich möchte mir nicht vorstellen, wie es ohne diesen "Sanierungskurs" nun um Marktleugast bestellt wäre.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir verdanken dem vor sechs Jahren eingeschlagenen Weg nicht nur einen immensen Schuldenabbau, freie Finanzspannen und hohe Rücklagen, sondern auch eine zum Teil neu geschaffene Infrastruktur in allen Ortsteilen unserer Marktgemeinde.

Ein bekanntes Sprichwort lautet: Spare in der Zeit, so hast du in der Not.

Meine Damen und Herren des Marktgemeinderates, ich bin mir sicher, dass wir durch gemeinsames Handeln auch diese schwierige Krise erfolgreich meistern werden.

An der demografischen Entwicklung hat sich zu den Vorjahren nicht viel geändert. Die Bevölkerungszahl ist relativ stabil geblieben. Es ist sehr erfreulich, dass wieder vermehrt Bauplätze verkauft werden konnten und sich junge Familien bei uns niederlassen bzw. in ihrer Heimatgemeinde bleiben.

Nach den Steuerkraftzahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung vom 11.11.2019 errechnet sich für den Markt Marktleugast eine Steuerkraft von 544,42 Euro je Einwohner. Das sind insgesamt 19.800 Euro weniger als im Vorjahr und bedeutet eine Minderung von 1,1 %. Der landesweite Durchschnitt der Gemeindegrößenklasse 3.000 - 5.000 Einwohner beträgt 991,75 € Euro je Einwohner. Somit liegt Marktleugast noch immer 45,1 % unter Landesdurchschnitt.

Das kommt uns jetzt im Rahmen des Finanzausgleichs, z.B. bei der Höhe der uns zugeteilten Schlüsselzuweisungen zu zugute.

Uns ist es in den vergangenen Jahren gelungen, viele Projekte und große Investitionen anzugehen und auch umzusetzen. Durch die konsequente Beantragung und die Aufnahme in viele Förderprogramme des Freistaates Bayern und des Bundes und die wieder erwirtschafteten Eigenmittel, war es uns möglich, immens in unsere Infrastruktur zu investieren.

Ein Dank gilt hier unserem Freistaat Bayern, der Regierung von Oberfranken und dem Landratsamt Kulmbach für die stets gute Zusammenarbeit und Unterstützung.

Marktleugast selbst, aber auch seine Ortsteile, können sich sehen lassen und es stehen noch Projekte an, auf die ich nun näher eingehen möchte:

- Der große Spielplatz des Kindergartens "Arche Noah" wird derzeit saniert und in Kürze fertiggestellt werden. Hier schlagen Kosten in Höhe von 348.000 Euro zu Buche. Nach Abzug des Anteils der Kirchenverwaltung von 138.000 Euro und dem Zuschuss des Freistaates Bayern von 111.650 Euro verbleiben vss. 98.350 Euro beim Markt.

- Für die gemeindlichen Spielplätze, die allesamt in einem sehr guten Zustand sind, haben wir neben dem laufenden Unterhalt auch für weitere Neuanschaffungen von Spielgeräten 10.000 Euro eingeplant.

- Auch in unsere Grund- und Mittelschule wird investiert. Hier soll die Digitalisierung voranschreiten. Ein Glasfaseranschluss wird aktuell neu verlegt. Unterrichtstechnik und notwendige bauliche Maßnahmen am Gebäude sind mit insgesamt 107.800 Euro bei Gesamtzuschüssen von 63.600 Euro im diesjährigen Haushalt eingeplant.

- Wie Sie alle wissen, wird unsere Wallfahrtsbasilika in Marienweiher zurzeit saniert. Die Kosten betragen über 1.000.000 Mio. Euro. Unser Haushalt sieht für 2020 hierfür einen Zuschuss von 25.000 Euro vor, um diese Renovierungsmaßnahmen zu unterstützen. Weitere 25.000 Euro sollen im Haushalt 2021 eingestellt werden.

- Für den Bereich des Brandschutzes sind Investitionen im Vermögenshaushalt von insgesamt 510.000 Euro vorgesehen. An Zuschüssen und anderen Einnahmen werden hier vss. 312.000 Euro fließen.

Hierzu gehören die Anschaffung des TLF 4000 für die Feuerwehr Marktleugast mit 350.000 Euro, eines TSF für die Feuerwehr Mannsflur mit 96.500 Euro, die Einrichtung von gesetzlich vorgeschriebenen Absauganlagen in unseren Feuerwehrstellplätzen mit 26.500 Euro und die Fertigstellung des Feuerwehrstellplatzes in Steinbach mit 25.000 Euro.

- Für Straßensanierungen sind heuer 300.000 Euro vorgesehen. Zum einen für eine Teilstreckensanierung nach Hermes mit 150.000 Euro, zum anderen für weitere Straßensanierungen.

- Die Straßensanierung des St.-Antoniusweges ist mit 300.000 Euro eingeplant, an Zuschüssen sind hier 180.000 Euro vorgesehen.

- Die Baumaßnahme Floriansplatz wird in 2020 abgerechnet. Hier sind noch Kosten von 30.000 Euro zu erwarten, es wird aber auch der restliche Förderbetrag von 76.000 Euro noch abgerufen.

- Eine weitere Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik ist vorgesehen und dafür sind 45.000 Euro berücksichtigt. Die Beauftragung an das Bayernwerk ist für die Juni-Sitzung geplant.

- Für die Erweiterung des Baugebietes Oberleugast II sind für Kanalherstellung 90.000 Euro, für Wasserversorgung 30.000 Euro, für die Straßenbeleuchtung 14.200 Euro und 40.000 Euro für den Straßenbau vorgesehen.

- Der Markt Marktleugast nimmt am 2. Förderverfahren des Breitbandausbaus teil. Dafür werden ca. 200 Haushalte mit Glasfaser bis ins Haus versorgt, die bei dem 1. Ausbauverfahren unter 30 Mbit/sec. hatten.

Hierfür sind in 2020 Ausgaben von 650.000 Euro bei einer Förderung von 585.000 Euro eingeplant.

- Für unser Begegnungszentrum mit Arztpraxis werden in 2020 vss. 200.000 Euro für Planungskosten anfallen. Die Umsetzung der Baumaßnahme erfolgt in 2021. Hierfür sieht der Finanzplan Ausgaben von 2.348.000 Euro vor. Hier erwarten wir natürlich auch Zuwendungen von der Regierung von Oberfranken.

- Mit der Gestaltung der Außenanlagen wird auch das Projekt Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehrstellplatz Steinbach in 2020 fertiggestellt sein. Hierfür sind 110.000 Euro eingeplant. Nach Abrechnung der Maßnahme ist mit einer restlichen Fördersumme von 194.750 Euro zu rechnen.

Im Jahr 2020 ist für die Finanzierung der beim Markt verbleibenden Investitionskosten keine Kreditaufnahme vorgesehen. Die Ausgaben werden über eine Rücklagenentnahme in Höhe von 605.400 Euro finanziert.

Für bestehende Darlehen müssen im Haushalt 2020 für Tilgungen 156.750 Euro aufgebracht werden.

Die Tilgungsleistungen stellen für den Markt Marktleugast dank unserer soliden Haushaltslage keine große finanzielle Belastung dar.

Zu Beginn dieses Haushaltsjahres beträgt der Schuldenstand 1.632.400 Euro. Das bedeutet eine aktuelle Pro-Kopf-Verschuldung von 521 Euro/Einwohner.

Unter Berücksichtigung der planmäßigen Tilgung wird der Schuldenstand zum 31.12.2020 bei rund 1.475.650 Euro liegen.

Die Pro-Kopf-Verschuldung zum 31.12.2020 läge dann bei 471 Euro je Einwohner (Einwohnerstand zum 30.06.2019: 3.133 Einwohner) und damit unter dem Landesdurchschnitt von zuletzt 563 Euro vergleichbarer Kommunen.

Die allgemeine Rücklage hat zum 01.01.2020 einen Stand von rund 1.938.000 Euro. Hierin enthalten sind 750.000 Euro Stabilisierungshilfen. Nach der geplanten Rücklagenentnahme in Höhe von 605.400 Euro ergibt sich ein Stand zum 31.12.2020 von vss. 1.332.600 Euro.

Unsere Projekte, wie das Begegnungszentrum mit Arztpraxis in der Kulmbacher Straße, der Breitbandausbau und unsere bereits begonnenen bzw. geplanten Baumaßnahmen werden sich in die kommenden Jahre erstrecken.

Viele weitere Aufgaben werden sich, sei es durch neue gesetzliche Auflagen oder durch geänderte gesellschaftliche Anforderungen, auftun, derer wir uns zukünftig stellen müssen.

Ich denke dabei, z.B. an die Sanierung des Kanalnetzes im größten Teil unseres Marktgemeindegebietes, die Ausweisung eines neuen Baugebietes und vieles andere mehr.

Wir dürfen nicht nachlassen, weiter in unsere Infrastruktur zu investieren. Angesichts der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bin ich wirklich sehr froh, dass wir schon so viel erreichen konnten bzw. bereits auf den Weg gebracht haben.

Darum lassen Sie uns in enger, vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Engagement und Zuversicht unsere Heimatgemeinde weiter voranbringen.

Ich möchte heute die Gelegenheit nutzen, und mich beim Marktgemeinderat für die Arbeit in der abgelaufenen Wahlperiode bedanken. Ich kann jedenfalls von mir behaupten, dass mir die Arbeit viel Freude bereitet hat und mit Stolz möchte ich sagen, dass ich gerne Erster Bürgermeister unserer wunderschönen Heimatgemeinde bin.

Herzlich möchte ich mich bei unserer Kämmerin Mandy Knarr für das umfangreiche Zahlenwerk bedanken. Liebe Mandy, wir pflegen stets eine sehr vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit, die ich gerade im sehr sensiblen Bereich unserer Finanzen für außerordentlich wichtig erachte. Vielen Dank dafür.

Gleichfalls gilt mein ausdrücklicher Dank meinem gesamten Team in der Verwaltung mit Geschäftsstellenleiter Michael Laaber an der Spitze. Wir haben in enger und hervorragender Zusammenarbeit in den vergangenen sechs Jahren gemeinsam vieles geleistet und umgesetzt.

Ein weiterer Dank gilt meinem gesamten Bauhofteam, den Reinigungskräften, den Mitarbeiterinnen des Kindergartens "Arche Noah", dem Lehrerkollegium, den Mitarbeitern unserer Bücherei, Gabi Schickgramm und Ottmar Büttner.

Ohne unsere Vereine und Organisationen - die alle sehr wichtige, ehrenamtliche Arbeit leisten - wäre unsere Dorfgemeinschaft und das kulturelle Leben in allen Ortsteilen nicht aufrecht zu erhalten. Vielen Dank für dieses große Engagement.

Und deshalb, meine lieben Kolleginnen und Kollegen, unterstützten wir in der Vergangenheit und unterstützen wir auch zukünftig die großartige Arbeit unserer Vereine und Verbände.

Dies gilt natürlich gleichermaßen für alle unsere Feuerwehren, die Jugendorganisation "Die Schmiede" und das Projekt "Lebensqualität durch Nähe".

Vielen herzlichen Dank."

Stimmen der Fraktionen

Für die CSU-Fraktion bedankte sich Daniel Schramm bei Bürgermeister Franz Uome, der Verwaltung und vor allem Mandy Knarr für die Erstellung des Haushaltes. Er blickte auf wichtige Investitionen in den verschiedensten Bereichen, die notwendig sind, um die Leistungsfähigkeit der Gemeinde und Lebensqualität der Bürger zu erhalten sowie einen Investitionsstau in der Zukunft zu verhindern. Der Schuldenstand der Oberlandgemeinde sinkt weiter und liegt am Ende des Jahres mit 521 Euro je Einwohner rund 40 Euro unter dem Landesdurchschnitt. Mit dem vorgelegten Haushalt könne Marktleugast positiv in die Zukunft blicken.

In Vertretung von Irina Klier freute sich Hans Pezold von der Wählergemeinschaft Marktleugast (WGM) über die nochmals um 140.000 Euro gestiegenen Schlüsselzuweisungen. Auch der Aspekt, dass keine neuen Kredite aufgenommen werden müssen, zeuge von einer sehr gewissenhaften und erfreulichen Finanzpolitik. Er begrüßte die dringend nötige Sanierung der Straße nach Hermes und möchte aber anmahnen, in den nächsten Jahren auch weitere zu berücksichtigen, die in ähnlich schlechtem Zustand sind - wie die Zufahrtstraße nach Filshof oder die sogenannte "Flederwischgasse" in Marienweiher, die die WGM leider im diesjährigen Haushalt vermisse. Pezold regte an, im Spätherbst 2020 bereits die Beratungen für den Haushalt 2021 aufzunehmen.

Vonseiten der Freien Wähler blickte Setrick Röder auf eine Etatsteigerung von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch er regte an, in der nächsten Haushaltsplanung die Straßen der Ortsteile, wie Marienweiher mit der Wallfahrtsbasilika oder auch Traindorf und Tannenwirtshaus, in Angriff zu nehmen. Hierbei sollte man aber ein Konzept überdenken, indem Kanal- und Rohrleitungserneuerungen mit inbegriffen sind. Bei den Realsteuersätzen liege Marktleugast mit 350 Prozent über dem bayernweiten Durchschnitt. "Wenn wir vor allem unsere Mitbürger und Unternehmer unterstützen wollen, sollten wir immer beim Durchschnitt bleiben", so Röder.

Für die Hohenberger Bürgergemeinschaft (HBG) blickte Clemens Friedrich zufrieden auf die zurückliegenden sechs Jahre mit Schuldenabbau und Millioneninvestitionen. An ein Begegnungszentrum mit Arztpraxis war vor sechs Jahren nicht zu denken.

 

Von den Ausgaben des Vermögensetats entfallen 348.000 Euro auf Tiefbaumaßnahmen wie Sanierung des Kindergartenspielplatzes der "Arche Noah".

Innensanierung und Instandsetzung der Kirchenorgel in der Wallfahrtsbasilika/Marktgemeinde gewährt je 25.000 Euro Zuschuss in den Jahren 2020 und 2021

Einen Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro gewährt die Marktgemeinde Marktleugast, ausgezahlt zu gleichen Teilen zu je 25.000 Euro, dem Katholischen Pfarramt zu den Innensanierungsarbeiten der Wallfahrtsbasilika Marienweiher sowie zur Instandsetzung der Kirchenorgel im Gotteshaus.

Die denkmalgeschützte Wallfahrtsbasilika aus dem Jahre 1718-1721 hat eine überörtliche Bedeutung für die Pilger und Gläubigen. Sie ist eine viel besuchte Gnadenstätte und blickt auf eine über 800-jährige Geschichte zurück. Die Renovierungsarbeiten haben im Oktober 2019 begonnen und werden voraussichtlich bis Oktober 2020 andauern. Bei der Innenrenovierung wird mit Gesamtkosten von 995.000 Euro gerechnet, erklärte der Bürgermeister.

Die Orgel hat Schimmelbefall und das Pfeifenwerk sowie die Spiel- und Registertraktur muss dringend restauriert werden. Hierfür werden die Kosten 281.052 Euro betragen. "Das Kirchenschiff soll im Herbst fertig werden", sagte Marktgemeinderat Hans Pezold.

Bürgermeister Franz Uome erinnerte an die Innenrenovierung der Kirche vor über 30 Jahren. Damals hatte sich die Marktgemeinde mit 50.000 DM beteiligt und schlug vor, den Maßnahmen 50.000 Euro - je zur Hälfte die Jahre 2020 und 2021 - als Zuschuss beizusteuern.

Auf der Empore der Wallfahrtsbasilika steht derzeit nur das leere Orgelgehäuse. Die Orgel selbst ist ausgebaut. Das Pfeifenwerk sowie die Spiel- und Registertraktur müssen dringend restauriert werden.

Die Innensanierungsarbeiten der Wallfahrtsbasilika Marienweiher sind abgeschlossen und das Kirchenschiff präsentiert sich wieder prächtig. Derzeit werden der Hauptaltar und die Kapelle renoviert und sind deshalb noch verhängt. Ein riesiges Foto zeigt momentan den Altar (Mitte unten), der für die bereits wieder stattfindenden Gottesdienste vor gerückt wurde.

Die Marktgemeinde gibt 4.900 Euro

Mit einem Schreiben beantragte der SV Marienweiher e.V. beim Markt Marktleugast Zuschüsse zur Ersatzinvestition eines Rasenmähertraktors, der Dachsanierung an der Fassade des Sportheims sowie der Sanierung der Fassade und Neuanstrich des Sportheims in Marienweiher. Die Kosten betragen ca. 49.300 Euro. Erster Bürgermeister Franz Uome schlug bei der Gemeinderatssitzung Marktleugast vor, die Investitionen mit zehn Prozent zu unterstützen. Das Ratsgremium befürwortete einstimmig einen Zuschuss von 4.900 Euro.

Aufnahme vom Sportheim des SV Marienweiher.

 

1.214 Euro Zuschuss für Schießsportfreunde

Die Schützengesellschaft Marktleugast von 1960 beantragte mit Schreiben vom 10. Februar 2020 einen Zuschuss für die Errichtung einer elektronischen Schießanlage im Schützenhaus. Die Kosten für die Anschaffung betragen laut Kostenvoranschlag 27.443 Euro. Die Umrüstung wird vom Bayerischen Sportschützenbund finanziell mit 15.050 Euro gefördert und für die Errichtung der Anlage wurde bereits viel Eigenleistung investiert. Der Gemeinderat genehmigte nach den gegebenen Zuschussrichtlinien der Oberlandgemeinde den 10-prozentigen Betrag von 1.214 Euro.

Die neue elektronische Schießanlage ist im Marktleugaster Schützenhaus installiert.

 

Arbeitsgruppe "Radwegekonzept Markt Marktleugast"

In seiner Sitzung am 25. November 2019 hat der Marktgemeinderat beschlossen, dass für ein zu erstellendes Radwegekonzept eine Arbeitsgruppe gegründet wird. Diese sollte aus dem Bürgermeister Franz Uome, dem Geschäftsstellenleiter Michael Laaber, dem zuständigen Sachgebietsleiter für Straßen und Wegerecht Norbert Taig sowie Manfred Ott und aus Marktgemeinderäten aus jeder Fraktion bestehen. Aufgrund der Terminplanung des Landkreises sollte das Konzept Marktleugast bis August 2020 fertiggestellt sein. Die Fraktionen benannten Daniel Schramm (CSU), Hans Pezold (WGM), Hermann Dörfler (FW) und Cornelia Buß (HBG). Bürgermeister Uome wird einen Termin für ein erstes Arbeitstreffen noch bekannt geben.

Jahresrechnung 2018

Der Marktgemeinderat Marktleugast hat in seiner Sitzung einmütig die Jahresrechnung 2018 zur Kenntnis genommen. Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 6.005.684 Euro und der Vermögenshaushalt mit 1.468.343 Euro ab. Es entstand ein Überschuss in Höhe von 420.304 Euro, der der allgemeinen Rücklage zugeführt wird. Im Unterabschnitt Abwasserbeseitigung entstand ein Überschuss von 105.815 Euro, welcher der Sonderrücklage zu Gute kommt. Für den Ausgleich des Unterabschnittes der Wasserversorgung müssen 17.106 Euro entnommen werden. Der Gemeinderat nahm das Ergebnis der Jahresrechnung zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung, die örtliche Prüfung durch den Rechnungsprüfungsausschuss zu veranlassen.

Ladenschluss in Marienweiher für das Jahr 2020

Einstimmig passierte die Rechtsverordnung des Marktes Marktleugast über den Ladenschluss im Gemeindeteil Marienweiher an den Sonn- und Feiertagen vom 31. Mai bis 6. Dezember 2020.

Gestaltung des Platzes vor dem Gemeindesaal

Dem Antrag der HBG-Fraktion auf Befestigung und Gestaltung des Platzes vor dem Gemeindesaal in Hohenberg hat der Marktgemeinderat Marktleugast einstimmig stattgegeben. Bürgermeister Franz Uome wurde ermächtigt, den Auftrag an das wirtschaftlichste Angebot zu erteilen. Die WGM-Fraktion erbat sich das Projekt nochmals im Rat anzusprechen.


Neubau einer 110kV-Schaltanlage

Dem Bauvorhaben der Bayernwerk Netz GmbH auf Neubau einer 110kV-Schaltanlage, neben dem Umspannwerk vor Marktleugast, nahe der B 289, hat das Bauamt das gemeindliche Einvernehmen als Angelegenheit der laufenden Verwaltung erteilt, gab Bauamtsleiter Roland Tiroch bekannt.