Verwaltungsgemeinschaft

Aktuelle Meldungen

Aus der Marktgemeinderatssitzung vom 20. Januar 2020

Anhörungsverfahren bei Regierung

Bürgermeister Franz Uome hat den Marktgemeinderat unterrichtet, dass von Montag, den 27. Januar, bis Donnerstag, den 30. Januar, bei der Regierung von Oberfranken das Anhörungsverfahren zum Ersatzneubau der Hochspannungsleitung von Redwitz an der Rodach nach Schwandorf stattfindet. Zu dem nicht öffentlichen Erörterungstermin, der dazu dient, die erhobenen Einwendungen und die Stellungnahmen der Behörden zu besprechen, sind alle Personen, Behörden und Betroffenen eingeladen, die Einwendungen gegen die Leitung eingebracht haben. Der Bürgermeister erklärte, dass er den Termin wahrnehmen wird.

Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Helmbrechts zugestimmt

Auf dem Helmbrechtser Kirchberg sollen Baumhaus-Lodges gebaut werden, dazu muss die Stadt Helmbrechts den Flächennutzungsplan ändern. Die Gemeindeverwaltung sieht aufgrund der Lage der Gebietsänderung keine Hinderungsgründe, die Änderung abzulehnen. Dies sah auch der gesamte Marktgemeinderat so und erhob keine Einwendungen.

Baugesuche

Das neue Jahr ist gerade mal drei Wochen alt und dem Marktgemeinderat Marktleugast liegen schon drei Baugesuche vor.

Pascal Schmidt und Nadine Oltsch haben vor, auf dem Grundstück Kreuzgasse 12 ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage zu errichten. Weil nach dem rechtsgültigen Bebauungsplan "Kreuzgasse" einige Festsetzungen überschritten werden, musste hier der Marktgemeinderat diesen Abweichungen zustimmen. Dabei handelt es sich um eine geringfügige Überschreitung der Baugrenzen, einer abweichenden Dachneigung, einer abweichenden Geschossflächenzahl, einer Überschreitung der Oberkante der Straße beim Boden der Garage, einen längeren Dachvorsprung der Traufe sowie eine höhere Aufschüttung des Geländes. Bauamtsleiter Roland Tiroch erklärte dazu, dass im selben Straßenzug die Häuser bereits im gleichen Baustil errichtet, beziehungsweise vorgesehen sind. Der Gemeinderat stimmte geschlossen der Befreiung vom Bebauungsplan zu.

Den beiden restlichen Bauvorhaben wurde bereits das gemeindliche Einvernehmen von der Verwaltung erteilt. Dabei handelt es sich um einen Wohnhausanbau zur Erweiterung der Wohnfläche durch Mario Kaspar in der Tittusstraße 21. Der Anbau wird in Ziegelbauweise errichtet. Patrick Klier will in Marienweiher 136 ein Einfamilienwohnhaus als Naturstamm-Fachwerkhaus errichten.

Kein Wahllokal in Neuensorg

Ratsmitglied Matthias Schramm bemängelt, dass der Wahlbezirk Neuensorg bei den Kommunalwahlen offen gelassen wird und die Bürger in Marktleugast wählen müssen. Er befürchtet, dass viele den Weg nicht auf sich nehmen werden, um wählen zu gehen. Geschäftsleiter Michael Laaber erklärte dazu, dass man sich aufgrund einer Hochrechnung dazu entschlossen habe, den Wahlbezirk aufzulassen, weil befürchtet werden müsse, dass viele Bürger ihr Votum durch Briefwahl abgeben und dass dadurch weniger als 50 Wähler das Wahllokal aufsuchen. Dann müssten laut Wahlgesetz alle Stimmen mit denen aus der Briefwahl ausgezählt werden und dies würde der Briefwahlvorstand nicht schaffen.

Informationen des Bürgermeisters

Durchaus erfreuliche Informationen hatte Bürgermeister Franz Uome für den Marktgemeinderat. Auf einen guten Weg sei man mit der Arztpraxis, vor Weihnachten habe man mit der Regierung alles besprochen. Jetzt soll ein Termin mit den Ärztinnen folgen.

Weiter gab er bekannt, dass es am folgenden Tag am Amt für Ländliche Entwicklung in Bamberg ein Gespräch mit Lothar Winkler wegen der Machbarkeitsstudie für das ehemalige "Weiße Lamm" in Marienweiher gibt. Am 6. Februar steht ein Besuch in Windischeschenbach an, wo es ein ähnliches Haus gibt. Es soll geprüft werden, ob man das Betreiberkonzept übernehmen kann.

Außerdem konnte der Bürgermeister den Feuerwehren in Marktleugast und Mannsflur Hoffnung machen, dass ihre neuen Feuerwehrfahrzeuge, ein TLF 4000 und ein TSF, im Juli/August ausgeliefert werden.

Nachdem die Firma Zapf und die Marktgemeinde wegen der Dreifachsporthalle einen Vergleich zugestimmt haben, kommt es jetzt zu einem abschließenden Termin beim Landgericht. Es geht um einen Betrag von 650.000 Euro.

Marco Rödel von der Freiwilligen Feuerwehr Marktleugast gratulierte der Bürgermeister. Rödel ist neuer Kreisbrandmeister für Ausbildung im Landkreis Kulmbach.

Für das Abwasserpumpwerk und die Druckleitung von Neuensorg nach Marktleugast gibt es im Nachhinein doch noch 878.000 Euro Förderung. Für die alte Kläranlage war die Frist abgelaufen und das Wasserwirtschaftsamt hat damals darauf gedrängt, dass das Wasser anderweitig geklärt wird. Eine Förderung hat es damals nicht gegeben, diese sei erst danach aufgelegt worden. Marktleugast hat auf Anraten von Markus Suttner (CSU) trotzdem einen Förderantrag gestellt, der natürlich zunächst abgelehnt wurde. "Wir haben trotzdem keine Ruhe gegeben, und sind beim Ministerium in München vorstellig geworden", so Uome. Nun hätte sich alles zum Guten gewendet, Uome dankte für Unterstützung und Einsatz Umweltminister Thorsten Glauber. Nachdem in diesem Jahr die Abwasserpreise für Neuensorg turnusmäßig neu kalkuliert werden müssen, können diese in etwa auf den alten Stand reduziert werden, macht Uome den Bürgern Hoffnung.