Verwaltungsgemeinschaft

Aktuelle Meldungen

Neujahrs- und Ehrenamtsempfang des Marktes Marktleugast

Bürgermeister Franz Uome lud am Sonntag, 14. Januar 2018, Politik, Wirtschaft, Vereine und Verbände zum Neujahrs- und Ehrenamtsempfang in das Sportheim des FC Marktleugast ein. In einer gut einstündigen Rede ging er auf das Gemeindegeschehen ein und zeigte auch einen Ausblick für die kommenden Jahre.

Links im Bild Bürgermeister Franz Uome. Rechts die Ehrengäste mit Frau Emmi Zeulner, MdB, Freiherr v. Lerchenfeld, MdL, Bürgermeister Werner Burger, Grafengehaig, Stv. Landrat Dieter Schaar, Landrat Klaus Peter Söllner (verdeckt) und Klaus Adelt, MdL

Rund 70 Personen folgten der Einladung von Bürgermeister Uome

v.l.: Die stellvertrende Kreisbereitschaftleiterin Tina Martens, Kreisbereitschaftsleiter Kai Ramming, Oliver Döring, Alexander Wintchen, Petra Döring alle von der BRK Sanitätskolonne Mannsflur, Landrat Klaus Peter Söllner, Kollonenführer Reinhard Eckert, Frh. v. Lerchenfeld, MdL, Bürgermeister Franz Uome, Emmi Zeulner, MdB, Klaus Adelt, MdL

Landrat Klaus Peter Söllner

Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner

Bürgermeister Franz Uome dankt den Rotkreuzlern zum Neujahrsempfang stellvertretend für alle Ehrenamtlichen. Lob gab es auch von Landrat Klaus Peter Söllner.

Seit Bürgermeister Franz Uome in Marktleugast in sein Amt gewählt wurde, lädt er jeweils zum Jahresanfang die Bürger und besonders die Ehrenamtlichen ein, um ihnen für ihr Engagement zu danken und einen Rückblick auf das im Vorjahr Geleistete sowie einen Ausblick auf die bevorstehenden Aufgaben zu halten. Das wollte Uome auch beim vierten Jahres- und Ehrenamtsempfang tun. Dazu hieß er viele Ehrengäste willkommen.

Der Bürgermeister zollte allen Bürgern, die freiwillig Aufgaben wahrnehmen und einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten, seinen Respekt. Dazu zählte er alle Vereine, Organisationen und die sechs Ortsfeuerwehren, die für den Schutz von Hab und Gut unverzichtbar seien, aber auch die Kirchengemeinden und die sozialen Pflegeeinrichtungen, ebenso alle Lehrer, die Jugendsozialarbeit und den Kindergarten "Arche Noah". Wichtig für die Gemeinde seien auch alle Arbeitgeber, Geschäftsinhaber und die kleinen Handwerksbetriebe.

In den vergangenen 40 Monaten habe sich die Finanzlage der Marktgemeinde deutlich verbessert, bilanzierte Uome in seinem Rückblick. "Aber wir sind bei Weitem noch nicht am Ziel angelangt." Von dem, was man sich bis 2020 vorgenommen habe, sei schon vieles umgesetzt worden. Man mache sich nichts vor, die Bilanz müsse realistisch und korrekt sein. Es müsse aber auch erlaubt sein, auf positive Entwicklungen hinzuweisen. Deshalb sei es traurig, was zum Teil geschehen sei, wenn in der Bevölkerung Unfrieden gestiftet werde, um die Gemeindepolitik in ein schlechtes Licht zu rücken. Zum einen sei dies nicht korrekt, zum anderen komme es auch bei den Bürgern nicht gut an. "Opposition ist in einer demokratischen Rechtsordnung sehr wichtig, sie sollte aber auch konstruktiv und zielführend sein." Er, Uome, setze sich mit all seiner Kraft und Zeit dafür ein, alle berechtigten Wünsche nach Möglichkeit umzusetzen. Leider sei eine Trendwende in der demographischen Entwicklung immer noch nicht zu erkennen, auch wenn sich der Abwärtstrend verlangsamt habe. Die wirtschaftsstrukturellen Probleme im gesamten Oberland zeigten "unserer Arbeit" immer wieder Grenzen. "Wir müssen uns unsere Erfolge schon hart verdienen", meinte Uome. Seit 2014 habe man 1,3 Millionen Euro an Stabilisierungshilfen erhalten. Leider sei man im vergangenen Jahr leer ausgegangen, weil die finanzielle Härte" nicht mehr gegeben sei. Dies bedeute, dass die Verschuldung unter dem Landesdurchschnitt liegt, keine weiteren Darlehen kurzfristig abgelöst werden könnten und der Kassenkredit nicht in Anspruch genommen wurde. Unter Beifall beklagte Uome, dass man dafür bestraft werde, weil man seine Hausaufgaben konsequent und zeitnah umgesetzt habe.

Durch die Anpassung der Gewerbesteuer seien die gemeindlichen Steuern um 70 Prozent auf etwa 780.000 Euro gesteigert worden. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege bei 715 Euro. Trotzdem habe die Gemeinde viel investiert, zum Beispiel in den Radonplatz, den Breitbandausbau, den Umbau des Verwaltungsgebäudes und die Abwasserentsorgung.

In diesem Jahr sollen der Feuerwehrstellplatz und das Dorfgemeinschaftshaus in Steinbach und der Floriansplatz in Marktleugast fertiggestellt werden. Auch mit der Verbindungsstraße nach Hermes soll zumindest in diesem Jahr begonnen werden.

Sehr wichtig für die Gemeinde sei das ehrenamtliche Engagement, ohne dass vieles nicht machbar wäre. Für dieses Engagement würde in diesem Jahr, stellvertretend für alle anderen Ehrenamtlichen, die BRK-Bereitschaft Mannsflur geehrt. Die Rot-Kreuz-Arbeit im Oberland sei eng mit der Entwicklung in der Siedlung Mannsflur verbunden. Die Bereitschaft sei vor 54 Jahren aus der Sanitätskolonne Marktleugast entstanden. Während es die Gruppe aus Marktleugast nicht mehr gibt, besteht Mannsflur mit einem starken Team heute noch weiter und führt die wesentlichen Aufgaben des Roten Kreuzes aus. Bei akuten Einsätzen sei sie im Rahmen der "schnellen Einsatzgruppe" in das sanitätsdienstliche Hilfeleistungssystem eingebunden. Aus der Jugendgruppe heraus hätten sogar einige einen festen Arbeitsplatz beim BRK gefunden. Mit Reinhard Eckert komme einer der profiliertesten Rotkreuzler aus dieser Bereitschaft. Auf Kreisebene habe er schon viele Funktionen bekleidet. "Mannsflur ist eine starke Rot-Kreuz-Truppe im Landkreis Kulmbach."

In ihren Grußworten stellten auch Landrat Klaus Peter Söllner und Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner die hervorragende Arbeit der Mannsflurer Rotkreuzler heraus. "Ihr seid eine starke Bastion im Oberland und habt die Auszeichnung zu Recht erhalten", sagte der Landrat. Ohne diese "Macht" aus Mannsflur wäre es auch im Kreisverband schwierig gewesen, das Senioren- und Pflegeheim in eine gute Zukunft zu führen. Überhaupt sei es dem Kreistag ein wichtiges Anliegen, sich für das Oberland doppelt anzustrengen, sagte der Landrat. Auch die Unternehmen im Oberland würden sich den Menschen hier verpflichtet fühlen. Für Zeulner "kann mit keinem Geld der Welt das ehrenamtliche Engagement und die Motivation unserer Ausgezeichneten bezahlt werden".